Spielberichte Kölner Haie Team 1a

Mühsamer Saisonstart

Mit einem Doppelspieltag startete das Team 1a der Kölner Haie Frauen in die Saison 2017/2018 - und hatte viel mehr Mühe als erwartet. 

Konnte am Samstag Abend der Aufsteiger der Lady Rams Adendorf nach zähem Beginn doch noch standesgemäß mit 6:1 (0:0/2:1/4:0) bezwungen werden, so konnte man am Sonntag Abend mit Glück einen Punkt beim Außenseiter Lady Panthers Grefrath ein 2:2-Unentschieden (1:0/0:0/1:1) erringen.

Die Lady Rams Adendorf machten den Kölner Haien lange das Leben schwer - die Kölnerinnen brauchten viele Anläufe und eine gute Torhüterin Theresa Ferling, ehe aus einer großen Anzahl an Torchancen nach 30 Minuten etwas Zählbares heraussprang: mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten gingen sie durch Jule Ohligschäger und Naemi Bär mit 2:0 in Front. Die Freude währte aber nicht allzulange, da Adendorf eine Überzahl durch einen abgefälschten Schuss zum Anschlußtreffer nutzte.

Die Haie beeindruckte das zunächst wenig, waren sie doch über das ganze Spiel überlegen, aber auch zu fahrig im Spielaufbau und überhastet im Abschluss. Erst nachdem sie sich auf ihre individuellen Fähigkeiten konzentrierten und auch im Spielaufbau Strukturen erkennen ließen, klappte es auch mit den weiteren Toren. Erneut Jule Ohligschläger, Britta Dillenberger und zweimal Christina Schwamborn brachten die Kölnerinnen endlich und auch in dieser Höhe verdient auf die Siegerstraße und sicherten die ersten wichtigen Punkte der noch jungen Saison.


Im Sonntagsspiel in Grefrath waren die Haie überhaupt nicht wiederzuerkennen: nutzen sie am Vorabend in einem zähen Spiel noch wenigstens ihre Torchancen, so schien man gegen die Lady Panthers selbst das vergessen zu haben. Die Haie begannen gut und erzielten sehr früh die Führung durch Jule Ohligschläger (Assists Christina Schwamborn, Theresa Schmitz), stellten aber danach das Eishockeyspielen fast ein. Grefrath spielte seinen einzigen Trumpf aus und bekämpfte die Haie über 60 Minuten, was Spuren hinterließ. Die Haie fingen sich nicht nur den Ausgleich, sondern kamen überhaupt nicht ins Spiel und hatten wenig entgegenzusetzen. Von der Spielfreude und -Fähigkeit der vorherigen Saison war gar nichts zu sehen. Lediglich die jungen Haie Paulina Gschwandtner und Joélle Sandmeier sowie Goalie Theresa Ferling erkannten den Ernst der Lage und hielten dagegen. Dass am Ende doch noch ein Unentschieden dabei heraussprang, war dem glücklichen Ausgleich durch Naemi Bär zu verdanken.

Auch wenn es noch früh in der Saison ist und drei Punkte zum Saisonstart nicht schlecht sein müssen, werden die Haie noch erheblich zulegen müssen, um ihren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Potential haben sie, gutes Eishockey können sie spielen und ihr Trainerteam ist erfahren genug, das maximal Mögliche aus dem Team zu "kitzeln".




(Köln, 29.10.2017, Photos by Leuffens Fotoecke)

Generalprobe (fast) geglückt (7.10.2017)

In einem abwechslungsreichen, aber noch von fehlender Abstimmung geprägten Spiel, gewannen die Kölner Haie Frauen ein Vorbereitungsspiel gegen die Crocodiles Hamburg mit 4:2.

In Abwesenheit einiger Stammkräfte, aber verstärkt durch Gastspielerinnen, konnten die Damen nicht ihr gewohntes Spiel aufziehen: ein deutliches Chancenplus wurde zu selten in Zählbares umgesetzt, vier Tore durch Jule Ohligschläger (2x), Pauline Geschwandtner und Joelle Sandmeier waren die magere Ausbeute des Abends.

Die Hamburger Damen, die eine Klasse tiefer in Niedersachsen spielen, ließen selten einen Klassenunterschied erkennen und stellten die Haie-Abwehr zu häufig vor ernste Probleme. Wären nicht die Haie-Goalies Theresa Ferling und Leonie Kruse mit Glanzparaden eingesprungen, wären mehr als zwei Gästetore möglich gewesen.

Aber genau dazu sind Testspiele da: Neues ausprobieren, Nachwuchs einsetzen, aufeinander einspielen, etwas taktieren und in den Wettkampfmodus kommen. Das probierte Coach René Nosper aus und durfte am Ende nicht ganz unzufrieden gewesen sein, wissen er und die Damen doch um die Dinge, die bis zum Saisonstart am 28. Oktober noch zu verbessern sind.

Rundum war es ein gelungenes Freundschaftsspiel: die Crocodiles Hamburg der erhoffte starke Gegner, der auch in diese Saison wieder ganz oben in Niedersachsen zu finden sein wird, neue Erkenntnisse für die Haie und nach einer langen Sommerpause endlich wieder Eis unter den Kufen.