Spielberichte Kölner Haie Team 1a

Haie weiterhin im Titelrennen der 2.Liga Nord

Die Haie-Frauen machten den Kampf um den Meistertitel in der 2.Liga Nord auf ihre Weise spannend - waren sie 45 Minuten jenseits ihrer Fähigkeiten, so drehten sie in den letzten 15 Spielminuten mit einer Energieleistung ein verlorenen geglaubtes Spiel und kamen zu einem 2:2-Unentschieden (0:1/0:1/2:0) gegen den Tabellenführer Cold Play Sharks Mechelen.

Drei Teams haben noch begründete Chancen auf den Meistertitel - Cold Play Sharks Mechelen, EC Bergkamen und die Kölner Haie. Bei noch drei ausstehenden Spielen gegen diese beiden Teams war es das erste "Endspiel" der Haie, welches trotz großem Respekt und genauen Anweisungen des Trainers René Nosper nicht wie geplant lief. Mechelen war das erwartet spiel- und laufstarke Team, welches überragend schnell umschalten und Angriffe technisch versiert vortragen kann. Die Haie fanden trotz ihrer eigenen Stärken und Fähigkeiten nicht ins Spiel und überliessen den Cold Play Sharks zu lange und viel zu viele Freiräume, das Spiel zu diktieren. Gepaart mit überhasteten, aber im besonderen ungenauen Passspiel, waren die Haie lange Zeit nur aktiver Zuschauer und lagen folgerichtig sehr früh mit 0:1 zurück. Das erhoffte "Aufwachen" blieb aus, die Haie kamen nie dazu, ihre eigene Spielidee umzusetzen - Mechelen fand immer die richtige Antwort. 

Auch nach dem 0:2 in der 32. Spielminute, welches wie der erste Treffer eher "zurecht gewuselt" als zusammengespielt wurde, blieben die Haie trotz aller Bemühungen und dem durchaus kämpferischen Einsatz eine passende Antwort schuldig. Deutlich zu wenig, um Mechelen vom Thron zu stoßen und sich selbst in eine günstige Ausgangsposition zu bringen.

Als sich die meisten Zuschauer mit einer Niederlage abfanden, passierte nach 45 Minuten etwas Unerwartetes - wie ein Phönix aus der Asche kamen die Haie von Minute zu Minute immer mehr in Fahrt und spielten von jetzt auf gleich dynamischer, aggressiver und energischer auf das Tor der Cold Play Sharks. Zwar landete nicht sofort alles im Netz der überragenden Goalie aus Belgien, aber unverkennbar schienen die Haie-Damen sich nicht so verabschieden zu wollen. Spätestens mit dem 1:2-Anschlusstreffer durch Ann Katrin Falkus (Assists Jule Ohligschläger, Paulina Geschwnadtner) brachen im positivem Sinne alle Dämme: die Haie glaubten nicht nur an ihre Chance, sie legten sogar noch zu und erzeugten einen nahezu unheimlichen Druck auf Mechelen, die sich die Schlusssirene nur herbeiwünschen konnten. Mechelen befreite sich nur noch sporadisch mit einigen Kontern, die Haie drehten auf und kamen in der Schlußminute dann doch noch durch die unermütlich arbeitende Christina Schwamborn (Assists Naemi Bär, Aileena Dopheide) zum viel umjubelten Ausgleich. Aus Kölner Sicht leider, aus dem Blickwinkel Mechelens zum Glück, war das Spiel wenige Sekunden später vorbei - weitere 5 Minuten Spielzeit hätten die Haie in einen Sieg verwandelt.

Diese Form der Spielführung und Dramaturgie war mit Sicherheit nicht im Sinne des Trainers, aber gut für die Zuschauer: 45 Minuten eher passiv, dann 15 Minuten hellwach und stark bis begeisternd. Ein Spiel gegen eine der Top-Mannschaften der Liga zu drehen ist eine starke Leistung, die Arbeit hätte man sich im Vorfeld aber ersparen können. Dennoch: die Haie bleiben im Rennen, das erste Endspiel macht Freude auf die beiden verbleibenden.

(Köln, 19.3.2018)

Arbeitssieg gegen Grefrath

Mit den Lady Panthers aus Grefrath stellte sich der erwartete unbequem zu spielende Gegner in der Kölnarena 2 vor und wurde am Ende nicht unverdient mit 2:1 (1:0/0:0/1:1) geschlagen. Vor den letzten drei Spielen gegen Mechelen (2x) und Bergkamen, wo die Plätze 1 bis 3 ausgespielt werden, waren die Gäste der notwendige "schwere Brocken", um Schwung für den Endspurt aufzunehmen.

Die Gäste, die seit Jahren durch eine sehr gute Torfrau und eine ebenbürtige Verteidigung überzeugen, ließen die Haie lange Zeit erst gar nicht vor ihr Tor gelangen, viele Angriffe scheiterten bereits weit außerhalb der Gefahrenzone um Grefraths Tor. Unterstützt durch ungenaue Pässe im Spielaufbau gelang den Haien kaum ein Durchkommen, und wenn, dann meistens durch Einzelaktionen. Einer dieser Angriffe führte dann zu einem sehenswerten Treffer durch Aileena Dopheide, die alleine vor der Grefrather Goalie auftauchte, um überlegt eine Bewegung abzuwarten, bevor sie den Puck gekonnt unter die Latte "hämmerte". Trotz der Führung mussten die Haie weiter hochkonzentriert zu Werke gehen, da die Konter der Lady Panthers allesamt gefährlich blieben, so manches mal begünstigt durch die eine oder andere Unsicherheit in die Kölner Verteidigung.

Bis zum 2:0 sollte es dann für Eishockeyspiele eine Ewigkeit dauern: wiederum Aileena Dopheide, die damit zur Matchwinnerin wurde, nutzte eine der wenigen hochkarätigen Chancen und stand goldrichtig, als ein verdeckte Schuß abprallte und vor ihrem Schläger landete. Bis zu diesem Treffer und auch danach war es über viele Strecken ein echter Schlagabtausch, der das Spiel offen und spannend hielt.

Der vermeidbare, durch eine Kölner Verteidigerin begünstigte Gegentreffer in der 56. Spielminute, forcierte dann noch den Druck der Grefratherinnen, ohne jedoch erfolgreich zu sein. Mit Glück und Können überstanden die Haie die Schlußphase und hielten die Punkte in Köln.

(Köln, 12.3.2018)

Mühevoller 4:1-Sieg in Adendorf

Die Haie-Damen hatten nach der langen Anreise nach Adendorf (Lüneburg) mehr Mühe, um zu einem verdienten 4:1-Sieg (1:1/2:0/1:0) zu kommen, als es ihnen recht war. Geschwächt durch eine Erkältungswelle musste Trainer René Nosper auf Stammkräfte verzichten, und selbst der kleine Kader war aus gleichen Gründen nicht bei vollen Kräften.

Die Lady Rams Adendorf waren der erwartet schwere und unangenehme Gegner - resolut in den Zweikämpfen und durch frühes Stören des Kölner Spielaufbaus kauften sie den Haien den Schneid ab und gingen nicht unverdient mit 1:0 in Führung. Alarmiert durch den nicht nachlassenden Druck des AEC, gaben die Haie langsam ihre Zurückhaltung auf und erhöhten das Tempo. Der verdiente Ausgleich durch Kiara Rowold (das Haie-"Nordlicht" hatte fast ein Heimspiel) auf Vorlage von der fleißigen Gesa Dinges brachte etwas Entspannung, bedeutete aber noch nicht den Durchbruch. Zu sehr wurden die Haie von Adendorf in den Spielzügen gestört, als das die individuelle Überlegenheit deutlich werden konnte.

Mit Beginn des Mitteldrittels wendete sich das Blatt zugunsten der Haie - immer dann, wenn die Haie schnell und paßgenau spielten, hatte Adendorf nichts entgegen zu setzen. In den Spielminuten 23. und 27. entschieden die Haie das Spiel, nach dem Angelina Lindenbeck einen Schlagschuss durch die AEC-Abwehr jagte, und Naemi Bär auf Vorlage von Jule Klement und Pauline Geschwandtner ganz abgeklärt die Torhüterin umkurvte und zum 3:1 einschob. Von diesem Zeitpunkt an behielten die Haie das Spiel in ihren Händen, auch wenn der AEC sich weiterhin heftig, spielerisch wie physisch, wehrte und die Haie-Goalies Mara Pieterek und Leonie Kruse regelmäßig testete, ohne sie überwinden zu können. Weitere Haie-Treffer blieben zunächst versagt, da nicht alle Angriffe wirklich konsequent gespielt und die Torchancen genutzt wurden, wobei auch das zu häufige den Abwehrbemühungen des AEC dienende Verschieben des Tores behilflich war und sogar zur Aberkennung eines Treffers führte.

Spätestens mit dem sehenswerten Solo und dem 4:1 von Christina Schwamborn war das Match gelaufen - zwar kam Adendorf vereinzelt nicht ungefährlich vor das Haie-Tor, gefährdet war der Haie-Sieg dadurch nicht und die Kölnerinnen verwalteten klug den erneuten Sieg im Rennen um den Aufstiegsplatz, der sie auf den zweiten Platz der 2.Liga Nord führte.

(Köln, 18.2.2018)

Sieg durch 5:0-Wertung gegen Essen

Die Haie-Frauen gewannen das Heimspiel gegen die Moskitos Essen am "grünen Tisch", da die Moskitos leider nicht die Mindest-Antrittsstärke erreichten und das Spiel dem Regelwerk entsprechend mit 5:0 Toren und 2:0 Punkten für den Kölner EC gewertet wurde.

Beide Teams verständigten sich auf ein Freundschaftsspiel, welches die Haie mit 13:2 (6:0/3:0/4:2) gewannen. Die Haie-Frauen spielten von Beginn an ihre Stärken aus und ließen den Moskitos wenig Raum zur Entlastung - mit hohem Tempo, variantenreichen Spiel und viel Engagement wurden die Essenerinnen in ihrem Drittel "eingeschnürt" und konnten selten etwas entgegensetzen. Für die ersten sechs Treffer sorgten Aileena Dopheide, Joelle Sandmeier, Christina Schwamborn, Jule Ohligschläger, Capt'n Britta Dillenberger und Neuzugang Kiara Rowold.

Nach dieser mehr als beruhigenden Führung konzentrierten sich die Haie auf das Spielerische und führten ihre Angriffe nicht immer konsequent, dafür über viele Stationen aus. Der Druck auf das Tor der Moskitos ließ naturgemäß nach, ohne dass die Haie die Oberhand verloren. Die weiteren Treffer durch Kiara Rowold (2), Jule Ohilgschläger (2), Joelle Sandmeier, Eva Lehmler und Pascale Ziegler bei zwei Gegentreffern der Moskitos verdeutlichten die Überlegenheit der Haie. Trotz der Überlegenheit in allen Belangen gebührt den Moskitos ein Kompliment, mit lauteren Mitteln und nicht endenden Einsatz um ihre starke Torfrau Jaqueline Dreyer nie aufgegeben zu haben.

Mühsamer Saisonstart

it einem Doppelspieltag startete das Team 1a der Kölner Haie Frauen in die Saison 2017/2018 - und hatte viel mehr Mühe als erwartet.

Konnte am Samstag Abend der Aufsteiger der Lady Rams Adendorf nach zähem Beginn doch noch standesgemäß mit 6:1 (0:0/2:1/4:0) bezwungen werden, so konnte man am Sonntag Abend mit Glück einen Punkt beim Außenseiter Lady Panthers Grefrath ein 2:2-Unentschieden (1:0/0:0/1:1) erringen.

Die Lady Rams Adendorf machten den Kölner Haien lange das Leben schwer - die Kölnerinnen brauchten viele Anläufe und eine gute Torhüterin Theresa Ferling, ehe aus einer großen Anzahl an Torchancen nach 30 Minuten etwas Zählbares heraussprang: mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten gingen sie durch Jule Ohligschäger und Naemi Bär mit 2:0 in Front. Die Freude währte aber nicht allzulange, da Adendorf eine Überzahl durch einen abgefälschten Schuss zum Anschlußtreffer nutzte.

Die Haie beeindruckte das zunächst wenig, waren sie doch über das ganze Spiel überlegen, aber auch zu fahrig im Spielaufbau und überhastet im Abschluss. Erst nachdem sie sich auf ihre individuellen Fähigkeiten konzentrierten und auch im Spielaufbau Strukturen erkennen ließen, klappte es auch mit den weiteren Toren. Erneut Jule Ohligschläger, Britta Dillenberger und zweimal Christina Schwamborn brachten die Kölnerinnen endlich und auch in dieser Höhe verdient auf die Siegerstraße und sicherten die ersten wichtigen Punkte der noch jungen Saison.


Im Sonntagsspiel in Grefrath waren die Haie überhaupt nicht wiederzuerkennen: nutzen sie am Vorabend in einem zähen Spiel noch wenigstens ihre Torchancen, so schien man gegen die Lady Panthers selbst das vergessen zu haben. Die Haie begannen gut und erzielten sehr früh die Führung durch Jule Ohligschläger (Assists Christina Schwamborn, Theresa Schmitz), stellten aber danach das Eishockeyspielen fast ein. Grefrath spielte seinen einzigen Trumpf aus und bekämpfte die Haie über 60 Minuten, was Spuren hinterließ. Die Haie fingen sich nicht nur den Ausgleich, sondern kamen überhaupt nicht ins Spiel und hatten wenig entgegenzusetzen. Von der Spielfreude und -Fähigkeit der vorherigen Saison war gar nichts zu sehen. Lediglich die jungen Haie Paulina Gschwandtner und Joélle Sandmeier sowie Goalie Theresa Ferling erkannten den Ernst der Lage und hielten dagegen. Dass am Ende doch noch ein Unentschieden dabei heraussprang, war dem glücklichen Ausgleich durch Naemi Bär zu verdanken.

Auch wenn es noch früh in der Saison ist und drei Punkte zum Saisonstart nicht schlecht sein müssen, werden die Haie noch erheblich zulegen müssen, um ihren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Potential haben sie, gutes Eishockey können sie spielen und ihr Trainerteam ist erfahren genug, das maximal Mögliche aus dem Team zu "kitzeln".


(Köln, 29.10.2017, Photos by Leuffens Fotoecke)

Generalprobe (fast) geglückt

In einem abwechslungsreichen, aber noch von fehlender Abstimmung geprägten Spiel, gewannen die Kölner Haie Frauen ein Vorbereitungsspiel gegen die Crocodiles Hamburg mit 4:2.

In Abwesenheit einiger Stammkräfte, aber verstärkt durch Gastspielerinnen, konnten die Damen nicht ihr gewohntes Spiel aufziehen: ein deutliches Chancenplus wurde zu selten in Zählbares umgesetzt, vier Tore durch Jule Ohligschläger (2x), Pauline Geschwandtner und Joelle Sandmeier waren die magere Ausbeute des Abends.

Die Hamburger Damen, die eine Klasse tiefer in Niedersachsen spielen, ließen selten einen Klassenunterschied erkennen und stellten die Haie-Abwehr zu häufig vor ernste Probleme. Wären nicht die Haie-Goalies Theresa Ferling und Leonie Kruse mit Glanzparaden eingesprungen, wären mehr als zwei Gästetore möglich gewesen.

Aber genau dazu sind Testspiele da: Neues ausprobieren, Nachwuchs einsetzen, aufeinander einspielen, etwas taktieren und in den Wettkampfmodus kommen. Das probierte Coach René Nosper aus und durfte am Ende nicht ganz unzufrieden gewesen sein, wissen er und die Damen doch um die Dinge, die bis zum Saisonstart am 28. Oktober noch zu verbessern sind.

Rundum war es ein gelungenes Freundschaftsspiel: die Crocodiles Hamburg der erhoffte starke Gegner, der auch in diese Saison wieder ganz oben in Niedersachsen zu finden sein wird, neue Erkenntnisse für die Haie und nach einer langen Sommerpause endlich wieder Eis unter den Kufen.